Gegen das Sterben im Mittelmeer: Grüne im Hochsauerland werben für Seenotrettung

Immer mehr Städte im Hochsauerland wollen Geflüchteten, die im Mittelmeer in Seenot geraten sind, Zuflucht gewähren. Erfolgreich iniitiert von GRÜNEN Stadtratsfraktionen haben bereits die Stadt Meschede und die Stadt Sundern „Seebrückenanträge“ verabschiedet. Auch in Arnberg haben Grüne einen entsprechenden Antrag des Integrationsrates erfolgreich unterstützt. In Brilon wurde ebenfalls einem Seebrückenantrag zugestimmt. Demnächst, am 28. März 2019, wird auf Antrag der Grünen im Stadtrat von Olsberg über einen Seebrückenantrag beraten.

Wichtiges Zeichen zur Europawahl

Der Kreisverband von Bündnis90/Die Grünen im Hochsauerland freut sich über die lokalen Initiativen. Insbesondere im Vorfeld der Europawahl am 26. Mai 2019 sei es wichtig, aus der Region heraus ein Zeichen für Humanität zu setzen und Mitgefühl für Geflüchtete zu zeigen. Damit schlössen sich diese Städte im Hochsauerland nicht nur den berechtigten Forderungen aus der Zivilgesellschaft an, sondern auch Städten wie Düsseldorf, Köln, Bonn, Hamburg, Berlin, Bielefeld und Rostock, die sich bereits als „sichere Häfen“ – per Beschluss – angeboten haben.

Ovelgönne: „Gegen das Sterben im Mittelmeer“

„Im Mittelmeer scheitert die EU an ihrem eigenen Maßstab eine ‚Werteunion‘ zu sein. Die Seebrücken-Städte übernehmen hier europaweit die Verantwortung, die die jeweiligen Regierungen von sich weisen“, sagt Jan Ovelgönne, Grüner Kandidat für das Europaparlament. Er ergänzt: „Das Sterben im Mittelmeer muss grundsätzlich ein Ende haben. Deshalb mache ich mich als GRÜNER Kandidat stark für die humanitäre Seenotrettung, für die Einhaltung der Genfer Flüchtlingskonvention und für den legalen und uneingeschränkten Zugang zu Asylverfahren.“

Europaweite Initiativen nah am grünen Wahlprogramm

Die Grünen in Europa haben sich der Seebrückeninitiativen auf vielfältige Art angeschlossen.Im Europawahlprogramm der Grünen heißt es zu dem Thema: „Damit das Sterben auf dem Mittelmeer ein Ende findet, schaffen wir legale Fluchtwege und beschließen ein Einwanderungsgesetz.“ In zahlreichen europäischen Städten beteiligen sich Menschen an der Aktion „Seebrücke“. Im Hochsauerlandkreis trat die Initiative am Sorpesee in Erscheinung. Sie zeigen Solidarität für die Seenotretter und für eine Flüchtlingspolitik, die sich für Menschen einsetzt, die vor politischer Verfolgung, Krieg und Vertreibung, klimapolitischen Gründen und aus vielfältigen weiteren Beweggründen geflüchtet sind.

Kommentar verfassen

Artikel kommentieren


* Pflichtfeld

Mit der Nutzung dieses Formulars erklären Sie sich mit der Speicherung und Verarbeitung Ihrer Daten durch diese Website einverstanden. Weiteres entnehmen Sie bitte der Datenschutzerklärung.

Verwandte Artikel