Seebrücke an Seehofer

Anlässlich des bundesweiten Aktionstages der Seebrücken in Deutschland am Montag, den 29. Oktober 2018, hat sich die Seebrücke Hochsauerland mit einem offenen Brief (HIER ALS PDF ZUM DOWNLOAD) an die Bundesregierung – insbesondere an Bundesinnenminister Horst Seehofer – gewandt. Darin fordert sie erneut mehr Einsatz gegen das Ertrinken im Mittelmeer und das Ende der Kriminalisierung der Seenotretterinnen und Seenotretter. „Wir finden, dass Sie und Frau Merkel und die gesamte Bundesregierung dazu beitragen sollte, Alternativen zu dieser Grausamkeit zu schaffen. Und wenn Sie in der Europäischen Union keine Partner dafür finden, machen Sie es eben alleine. Wir stünden hinter Ihnen“, heißt es in den Brief.

Außerdem verurteilt die Seebrücke Hochsauerland die Rhetorik des Innenministers, mit der er im Vorfeld der bayrischen Landtagswahl versucht habe, bei Wählerinnen und Wählern des rechten Meinungsspektrums Stimmen zu gewinnen. Das habe von wenig Respekt gegenüber der Lebensleistung vieler Menschen mit Einwanderungsgeschichte gezeugt. „Vielen dieser Heimatverbundenen dreht sich der Magen um, wenn Sie, Herr Seehofer als Heimatminister über die Bedeutung des Heimatbegriffes diskutieren und dabei eine exklusiv-deutsche Note anschlagen, während mittlerweile viele Menschen in Deutschland leben, die ihre Heimat verloren haben (…) Die Mutter aller Probleme, Herr Seehofer, ist nicht die Einwanderung, sondern der Nationalismus.

Der Brief wurde zusammen mit einem Foto von der vergangenen Fotoaktion der Seebrücke Hochsauerland an das Bundesinnenministerium verschick.

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