So schnell kann’s kommen…

Die Stühle im Büro der Grünen Kreistagsfraktion waren fast noch warm von der Fraktionssitzung vom Mittwochabend, dem 08.02.17, da kommt es am Donnerstag, den 09.02. um 9:30 Uhr zu einer Explosion im französischen Atomkraftwerk Flamanville. Zum großen Glück brach „nur“ ein Feuer im Maschinenraum von Reaktor 1, im nicht-nuklearen Bereich, aus. Es konnte bis 12 Uhr gelöscht werden, Reaktor 1 ist vorrübergehend vom Netz genommen worden. Es habe kein nukleares Risko bestanden…

Ausgerechnet in der Fraktionssitzung am Mittwochabend hatte die Grüne Fraktion noch einmal ausführlich ihre Haltung zur Windkraft diskutiert und bekräftigt. Auch wenn es in der sauerländer Wählergunst nicht so populistisch gut ankommt, stehen die Grünen aus mehreren Gründen zu der Energiewende und trauen sich, auch im Sauerland „ja“ zur Windkraft zu sagen. Natürlich wird man das in der Landschaft auch sehen, aber die noch gravierenderen Auswirkungen anderer Energieformen wird man in der Landschaft demnächst vielleicht auch sehen können. Eine davon könnte vielleicht ein neuerlicher Kyrill sein, dessen zehnjähriger Jahrestag neulich erst gedacht wurde.

Wollen wir immer nur warten, bis wir aus Katastrophen einen ernsten Anlaß zum Umdenken bekommen?

Die Energiewende ist bundeweit beschlossen. Im Bund hat sich jede Partei dafür ausgesprochen, keine Partei hat sich dagegen gestellt. Die Energiewende soll über Etappenziele erreicht werden.

Die Grüne Fraktion hatte in der Fraktionssitzung noch einmal über die Planung der Windkraftvorrangzonen der Stadt Sundern gesprochen (wir berichteten bereits), zur Diskussion steht hier u.a. die Hellefelder Höhe, eine mögliche Fläche, die von der Planungsrunde der Stadt Sundern mit politischer Mehrheit befürwortet wurde. Für die Nutzung als Windkraftfläche muss sie aus der Verordnung des Landschaftsbildschutzes entlassen werden, was die Kreisverwaltung nicht unterstützen möchte. Die Bezirksregierung wiederum fordert den Hochsauerlandkreis auf, im Rahmen des Windkrafterlasses des Landes NRW, der Planung zuzustimmen. Die Planung der Stadt Sundern hatte fünf Jahre gedauert, es sollen alle erdenklichen planungsrelevanten Faktoren bedacht worden sein.

 

 

 

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