Anne Amanda Balarajah

Für ein Sauerland, dass alle Menschen mitnimmt – heute und morgen

Ich bin Anne Amanda Balarajah, 1988 geboren in Arnsberg, in der Gemeinde
Eslohe aufgewachsen – ein echtes Sauerländer Mädchen. Als Tochter tamilischer
Kriegsflüchtlinge war meine Kindheit geprägt von zwei Realitäten: dem
friedlichen Sauerland, umgeben von Wäldern, Schützenfest und Gemeinschaft –
und gleichzeitig den Nachrichten aus Sri Lanka: Krieg, Ungewissheit und
Zukunftssorgen. Diese Gegensätze haben mich geprägt und mich gelehrt, wie
wertvoll Frieden, Teilhabe und Gemeinschaft sind.
Während meines Abiturs fasste ich den Entschluss meine Wurzeln besser
kennenzulernen. Aufgrund des Bürgerkriegs durfte ich nicht nach Sri Lanka und
so entschied ich mich für ein freiwilliges soziales Jahr in Indien. Also packte ich
nach meinem Abitur meinen Rucksack, zog in ein Kloster und kümmerte mich um
behinderte Kinder und Jugendliche. In diesem Jahr entschloss ich mich, dass ich
etwas studieren wollte, dass beide Kulturen, die ich in mir trage, sichtbar macht.
In Karlsruhe und auf den Fidschi-Inseln studierte ich dann Interkulturelle
Kommunikation und Management. In Berlin widmete ich mich dann meiner
Bachelorarbeit und konnte ins Berufsleben einsteigen. Ich habe mich mit meiner
Familie ganz bewusst für eine Zukunft im Sauerland entschieden – meinem
Zuhause, zu dem ich immer zurückkehre.
Ich bin verheiratet, habe ein Kind, eine jugendliche Schwester, bin stolze Tante
und Hundemama. Im meinem beruflichen Leben bin ich Projektmanagerin durch
und durch: strukturiert, lösungsorientiert, geduldig und mit einem klaren Blick
für das große Ganze. Ich liebe Systeme, Ordnung und nachvollziehbare Prozesse.
Veränderung zu gestalten, gehört für mich selbstverständlich dazu. Denn: Nichts
ist so konstant wie die Veränderung.

Warum ich mich engagiere

Als die rechtsextremen Entwicklungen in Deutschland sichtbarer und immer
spürbarer wurden, gab es den Gedanken Deutschland zu verlassen. Doch dieser
Gedanke war mit sehr gemischten Gefühlen verbunden – ich wollte kein Leben
geprägt von Flucht. Mein Mann erinnerte mich daran, dass eine Lösung sein kann
politisch mitzugestalten. Das war genau der Punkt der mich dazu bewegt hat,
aktiv in der Politik mitzumachen, denn wir – Menschen mit Migrationsgeschichte
– gehören ins Sauerland und genauso in unsere Politik.
Für mich bedeutet Politik: mitmachen, mitwirken, anpacken.
Nur wer sich beteiligt, kann etwas verändern.
Mein Antrieb ist meine Familie – und die Überzeugung, dass Kinder und junge
Menschen im Sauerland eine echte Zukunft verdient haben. Eine Zukunft, in der
das eigene Zuhause bezahlbar bleibt, in der Kinderbetreuung verlässlich ist, in
der Frauen nicht zwischen Karriere und Familie wählen müssen. Eine Zukunft, in
der niemand Angst haben muss – nicht wegen der eigenen Migrationsgeschichte,
Partnerschaft oder einer Behinderung.

Michelle Obama sagte einst: „Man kann in der Welt leben, wie sie ist, aber
das hindert uns nicht daran, alles zu tun, um die Welt so zu gestalten,
wie sie sein sollte.“
Deshalb möchte ich meinen Teil dazu beitragen, dass wir im Sauerland mutige,
kluge und vor allem nachhaltige Entscheidungen treffen.

Wofür ich stehe

Ich engagiere mich dafür, dass alle Menschen die sich nicht gesehen fühlen,
gesehen werden. Ich engagiere mich Menschen mit Migrationsgeschichte, für
Schutzsuchende, für Personen der LGBTQ+ Community, für Eltern, für Personen
in systemrelevanten Berufsfeldern, für Ehrenamtliche, für Kinder und Jugendliche
– für alle die keine Lobby haben.
Ich setze mich ein für

den Schutz von Kindern in allen Lebenslagen.
Ich möchte ein Sprachrohr sein für Menschen, die sich in der politischen
Landschaft des Hochsauerlandkreises bisher nicht gesehen oder gehört fühlen

eine soziale und inklusive Gesellschaft,

starken Umweltschutz und sichere Lebensgrundlagen,

eine kinder- und familienfreundliche Politik,

Frauen in der Wirtschaft und in Führungsrollen,